Perlmutt

Im übertragenden Sinne bedeutet die Bezeichnung Perlmutt so viel wie „ Mutter der Perle“, da Perlen im Inneren von Muschelgehäusen entstehen.
 
Perlmutt wird durch schichtweise Ablagerungen von Kalziumcarbonat und organischem Material an der Innenseite von Schalentieren wie Muscheln oder Meeresschnecken erzeugt. Perlmutt zeichnet sich durch seinen Glanz und das irisierende Farbenspiel aus. Das Material hat eine Stärke von ca. 1,3 mm, ist leicht zu bearbeiten und gut polierbar. Die Farben von Perlmutt haben jedoch eine relativ große Streubreite. Perlmutt eignet sich für Intarsien, Lackarbeiten und Marketerie sowie Knöpfe und Schmuckobjekte. Es ziert oft historische Objekte, wie z. B. Drechselteile, Möbel, Schatullen, Spielzeug oder Musikinstrumente.
 
Für die Gewinnung von Perlmutt eignen sich insbesondere flache Muscheln ohne Perlen, da diese die größten Stücke ergeben. Aus Schnecken werden eher kleinere Formate gewonnen. Nach der Beseitigung der äußeren braunen Rinde werden die Schalen gespalten und in Stücke gesägt, in der Verarbeitung schließlich in Form geschnitten, geschliffen und poliert.
 
Perlmutt kann mit handwarmem Wasser ohne Zusätze wie Seife gereinigt werden.